1/09/2017

WENN ICH VON MORGEN SPRECHE MEINE ICH DICH

Wow. Endlich scheint es zu funktionieren. Wir haben eine Zusage für eine Wohnung. Am Freitag wird der Vertrag unterschrieben. Ich kann es kaum erwarten aus diesem kleinen Zimmer im Studentenwohnheim raus zu kommen. Wir werden unser eigenes kleines Heim für uns haben. Ein neues Zuhause. Unser Zuhause. Ich habe mich direkt bei der Besichtigung in diese Wohnung verliebt und so sehr gehofft, dass sie uns gehören wird. Ich konnte schon genau sehen, wie wir zusammen in der kleinen Küche stehen und kochen. Naja, du kochst und ich versuche mein Bestes, was vermutlich nur im rumalbern endet. Ich habe gesehen, wie unsere Freunde verkatert auf dem Schlafsofa im Wohnzimmer liegen und sich weigern aufzustehen. Wie wir uns zum Sonnenuntergang auf das kleine selbstgebaute Palettensofa auf dem Balkon setzen, ruhige Musik im Hintergrund laufen lassen, uns gegenseitig von unserem Tag erzählen und dabei ein Bierchen trinken. Du trinkst ein Bier, und ich vielleicht ein Glas Wein. Vielleicht auch mehrere, bis es irgendwann zu kalt wird und wir uns beschwipst in unser Bett legen. Zusammen einschlafen und aufwachen. Immer und immer wieder.
Es macht so vieles einfacher. Die meisten Wochenenden können dann meiner Familie und unseren Freunden gehören. Denn wir haben uns, immer wieder, wenn wir nach Hause kommen. Du warst schon immer mein Zuhause und jetzt wird es Wirklichkeit, endlich wird es greifbar.


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